Sven Miesem - Freiberuflicher Trainer & Berater

AKTUELLES aus Logistik und Kontrollwelt





Fehlerquelle Fahrtenschreiber - Der Fahrtenschreiber der neuesten Generation funktioniert scheinbar nicht so Problemlos wie er sollte



Der gedankliche Schritt zurück (Meinung)


Macht man den gedanklichen Schritt zurück und versucht alle Änderungen miteinander zu Verknüpfen, ergibt sich ein klareres Bild über die zukünftige Situation in der Logistik!
In den letzten Jahren hat sich viel im Kontrollwesen in der EU und Deutschland geändert. Die Einführung des Fahrtenschreibers der Gen2V2 und das DSRC sind nur einige Beispiele dafür. Grundsätzlich kann man sagen, das sich die Kontrolldichte, sowie die Art der Kontrollen drastisch verändern und verdichten wird. Es gibt heute noch Unternehmer, die Überladungen als Sport sehen und für die es Scheinbar "nicht schlimm" ist, wenn mit mehreren Fahrerkarten gefahren wird. Es gibt zunehmend Pressemeldungen, das Fahrzeuge solcher Unternehmen in Kontrollen entdeckt werden, mit zum Teil drastischen Folgen für alle Beteiligten. LINK
Betrachtet man in diesem Kontext ebenfalls die Änderungen der Marktzugangsverordnung LINK, sollte klar sein, das die Zielrichtung die ist, das wiederholt auffällige Unternehmen in den Fokus der Kontrollbehörden gerückt werden und bei schwersten Verstößen sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen. Hierbei spielt es keine Rolle mehr, ob Unternehmen eng begrenzt regional tätig, oder europaweit tätig sind.

Man macht es den "schwarzen Schafen" also zunehmend schwer, um einen fairen Wettbewerb am Markt zu ermöglichen.



Wie kann es also gehen:


Ein Fahrzeug fährt über eine Messstelle für Achslastverwiegung und ist Auffällig. Das Fahrzeug wird zur Kontrolle abgeleitet. Dort wird es gewogen und zusätzlich die Ladungssicherung kontrolliert und der Fahrtenschreiber und die Fahrerkarte ausgelesen.
Das gleiche kann passieren, wenn in der Vorbeifahrt eine "sensorische" Kontrolle stattfindet und es hierbei Auffälligkeiten gibt.


Ich persönlich kann nur dazu Raten, die Regeln nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In Zeiten von steigenden Opferzahlen im Straßenverkehr ist eher mit weiteren Verschärfungen, als mit Erleichterungen zu rechnen.


Betrachtet man dazu noch den Fahrermangel, so muss es niemanden wundern, das Fahrpersonal mittlerweile in Drittstaaten rekrutiert werden muss, da immer mehr europäisches Fahrpersonal den Beruf aufgibt. bzw. erst gar nicht ergreifen will. Natürlich spielt Demografie hier eine große Rolle, jedoch finde ich es bezeichnend, das in Deutschland mehr als doppelt so viele Menschen eine gültigen Fahrerkarte besitzen, als es beschäftige Kraftfahrer gibt. Es "könnten" also wesentlich mehr Menschen Fahren, wollen es aber offensichtlich nicht, oder nicht mehr.



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